Jugendbanden machen Bezirk unsicher
Streetworker sollen das Problem lösen
Treptow. In den Treptower Ortsteilen gibt es nach Informationen von Bürgermeister Klaus Ulbrichts (SPD) sieben Jugendbanden.
Sie wurden durch diverse Straftaten, Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie Vandalismus auffällig, so Ulbricht. Es handelt sich um drei Cliquen in Alt-Treptow, zwei in Johannisthal und je eine in Plänterwald und Altglienicke. Eine der Johannisthaler Gruppen besteht laut Ulbricht beispielsweise aus etwa 50 Personen im Alter von 15 bis 18 Jahren. Auffällig sei, dass die Gruppe „rechtsorientiert oder rechtem Gedankengut zugeneigt sei“, so der Bürgermeister. Ganz anders ist eine der Alt-Treptower Gruppen strukturiert. Die zwölf Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren sind der Hip-Hop-Kultur zuzurechnen. „Auffällig bei dieser Gruppe ist, dass die Mitglieder massive Probleme in Elternhaus und Schule haben und weiche Drogen konsumieren“, so Ulbricht. Das Bezirksamt versucht, über Streetworker mit den Gruppen in Kontakt zu bleiben. Damit sind drei freie Träger beauftragt. Der Verein Gangway betreut die Gruppen Johannisthal, Plänterwald und Altglienicke, der Verein BOA arbeitet mit den Alt-Treptower Gruppen. Außerdem versucht der Verein Outreach in Altglienicke, den Jugendlichen in Freizeitklubs Angebote zu machen.
Dass es diese Cliquen gibt, liegt laut Ulbricht nicht daran, dass es an Jugendklubs fehlt: „Die Gruppen suchen sich in der Regel eigene Treffpunkte.“ Sie seien also gar nicht daran interessiert, Feizeiteinrichtungen aufzusuchen. BW